Unter Klopffechten
verstand man im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit das,
was heute gemeinhin mit Schaukampf gemeint wird. Es waren meist
Duelle, die mit stumpfen Waffen ausgeführt wurden. Bei den Klopffechtern
handelte es sich jedoch nicht um "Rummelritter", die ihrem
Hobby frönten. Es waren vielmehr Mitglieder vagabundierenden
Fechtschulen, die sich so ihr täglich Brot erfochten.
Als Klopffechten wurde auch die öffentliche Demonstration des Könnens
zweier Schüler eines Fechtmeisters vor ihrem Meister und der meist
städtischen Öffentlichkeit bezeichnet.
Das Klopffechten
diente der Unterhaltung des Publikums und wurde diesem Zwecke
angepasst.
Doch so entwickelte sich die Bezeichnung im
zunehmenden Masse auch zu einem Schmähwort. Es stand für
Fechter, die mit großen Bewegungen fochten und von der tödlichen
Kunst nichts wussten. Dennoch sind auch historischen
Fechtbüchern Techniken beschrieben, deren Gebrauch einzig dem Klopffechten
vorbehalten ist, da sie im Ernstkampf zu umständlich und
uneffektiv sind.
Die Tradition des Klopffechtens änderte
sich im Laufe der Jahrhunderte nur wenig. Einzig die Waffen
gingen mit der Mode der Zeit und durchliefen alle Epochen.