Die Geschichte des Schwertes ist lang und facettenreich. Für das mittelalterliche Europa beginnt sie mit der Spatha. Es ist das zweischneidige Langschwert der Merowinger- und Karolingerzeit. Daneben ist der Sax, eine schwertartige, einschneidige Waffe weit verbreitet. 
Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert dominiert die allgemein als Wikinger- oder Normannenschwert bekannte Waffenform. Charakteristisch für diese Einhandschwerter sind hut- bzw. pilzförmiger Knäufe und die kurze Parierstangen. 
Im 12. beginnt sich die Form der Schwertklinge entscheidend zu verändern. Sie werden länger und verjüngen sie sich zur Spitze. Aus Einhandschwertern werden Anderthalbhänder. Ihr verlängerter Griff ermöglicht das zweihändige Fassen. 
In Frankreich entwickelt man Ende des 13. Jahrhunderts tl_files/klopffechter/schwert.gif panzerbrechende, keilförmige Stichklingen. die sich in Deutschland jedoch erst Mitte des 14. Jahrhunderts durchsetzen. Neben den an Klingen- und Grifflänge zunehmenden Langschwertern finden auch weiterhin kurze Hiebschwerter Verwendung. Der sogenannte Katzbalger, das einhändige Landsknechtsschwert des Bauernkrieges, ist der wohl prominenteste Vertreter dieser Gattung.
Im 15. und 16. Jahrhundert findet mit dem Bidenhänder die Größenentwicklung der Schwerter ihren Höhepunkt. Dieses nur noch beidhändig zu kontrollierende Schwert erreicht bis zum Ausgang des 16. Jahrhunderts eine Länge von zwei Metern. Unter den Knaufformen dominiert ab dem 13. Jahrhundert die Scheibenform. Wie Klinge und Griff nimmt auch die Parierstange über die Jahrhunderte erheblich an Länge zu und erhält zum Teil eine Biegung. Ab dem späten 15. Jahrhundert wird sie durch zusätzliche seitliche und untere Faust- bzw. Parierbügel ergänzt. Historische Einhandschwerter wiegen selten mehr als 1300 Gramm. Anderthalbhänder erreichen bei einer Länge von ca. 120 cm ein Gewicht um 1500 Gramm.  Die Zweihänder des 15. und 16. Jahrhunderts wiegen bei einer Gesamtlänge von 140 cm etwa 2000 Gramm.